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unsere Spielwiese

Jutta die Reisestehlampe

Noch bevor wir das erstes Zwischenziel unseres Kurztrips erreicht haben, stießen wir am Wegesrand auf einen großen Flohmarkt. Kurzerhand rechts ran gefahren, den vollgepackten MiniCooper geparkt und dann sofort mit dem Stöbern angefangen. So einige kleine und mittelgroße Schätze konnten wir erwerben und noch im Mini verstauen. Doch als wir gerade gehen wollten fiel unser Blick auf sie:
Jutta.

Völlig derangiert, das Kabel abgeschnitten, der Schirm vom Metall gelöst, schmutzig und traurig lehnte sie am Verkaufsstand. „Für 3 Euro könnt ihr sie haben“! wurde uns entgegengerufen. Da wollten wir nicht lange feilschen und so begannt Jutta ihre Reise im hoffnungslos überfüllten Mini.

Den vormals schwarzen Lampen-Fuß haben wir angeschliffen und geölt, die Kabelreste entfernt und ein goldfarbenes Textilkabel durchgefädelt. Wir haben tatsächlich noch einen goldfarbenen Stecker gefunden (den Übergang von Kabel zum Stecker mussten wir mit einem goldfarben lackierten Verschluss einer Zahnpastatube improvisieren). Schließlich haben wir noch ein fernbedienbares Leuchtmittel eingesetzt und damit uns den güldenen Schalter gespart. ; )

Aber richtig aufwendig wurde dann die Reparatur des Lampenschirms.
Der wehrte sich nach Kräften wieder in seine angestammte Form einzunehmen. Viele kleinste Bohrlöcher und unzählige Nähknoten später konnten wir ihn aber „überreden“ seine Form zu halten.
Und nun erstrahl sie wieder – Jutta unsere Reisestehlampe.

Ventilator

Lange hat er ein Dasein im Schatten geführt. Verhunzt durch kindlichen Edding-Einsatz blieb er oft verschämt in der Ecke und wurde nur bei großer Hitzewelle zum Einsatz herangezogen. Aber in ihm steckte schon immer ein Schmuckstück. Es hat einige Stunden gedauert unseren Ventilator von seinen Lackschichten zu befreien und seine Schönheit frei zu legen, aber nun strahlt er, geschützt von einer Schicht Klarlack in neuem Glanz.
Nebenbei konnten wir auch die Schwenkfunktion wieder herstellen.

LSHA – Luftschutz-Hausapotheke

Wie so oft auf unseren Expeditionen in den Nahen Osten (Nähe Pirna/ Dresden), fiel uns ein Kleinod in die Hände. Diese nicht mehr ganz neue, aber gebrauchsfähige Luftschutzapotheke. Nach einer grundlegenden Säuberung und ein wenig vorsichtiger Schmirgelarbeit (wir wollen die Patina ja erhalten), haben wir einen Rostumwandler eingesetzt und einen Tag später die LSHA zweimal mit einem klaren Metallschutzlack bearbeitet. Nun kann der Rost dem guten Stück nichts mehr anhaben. Die Luftschutz-Hausapotheke ziert nun unser Bad.

Imperialer Stuck

Da nur unser Wohnzimmer Jugendstil Stuckelemente vermissen lässt, haben wir selbst Hand angelegt.
Zuerst haben wir das Imperiale Sympol in der Wunschgröße ausplottern lassen. Danach dies als Vorlage auf zwei Styroporplatten übertragen und dann ausgeschnitten. Mit Styroporkleber haben wir die zwei Teile des Imperialen Symbols dann an der Decke befestigt. Nun folgte der Teil es etwas künstlich altern zu lassen, damit es zum Rest der Wohnung passt. Zuerst haben wir die Form großzügig mit Spachtelmasse bestrichen (Hier nimmt man die ge-GENDERTE Form „SpachtelINNEN“). Nach dem Trocknen kann man dann die Form abschleifen und die Ecken abrunden. Zum Schluß nur noch das Ganze in Deckenfarbe streichen und schon ist der Imperiale Stuck fertig. 

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